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Absolute Kontraindikationen / Gegenanzeigen

Immunsuppression

Einnahme von Medikamenten, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen z.B. Bisphosphonate

Schwere psychiatrische Erkrankungen

Drogenabhängigkeit

Noch nicht abgeschlossenes Kieferwachstum (in der Regel ab dem 18. Lebensjahr)

Relative Kontraindikationen:

Diabetes mellitus

Schwere körperliche Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen

Nikotinabhängigkeit

Knochenerkrankungen

Erkrankungen / Schmerzen im Kieferbereich

Ungünstige Bissverhältnisse

Zähneknirschen / Bruxismus



Die Hauptgründe warum eine mögliche oder sinnvolle Implantatbehandlung nicht durchgeführt wird, sind entweder persönlicher Art, z.B. weil der behandelnde Zahnarzt die Implantatbehandlung nicht durchführen will oder kann, oder finanzieller Art.

Aber es gibt auch – wie bei jeder anderen Behandlung auch - einige medizinische Gründe, die eine Implantation als nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Diese werden Kontraindikationen oder Gegenanzeigen genannt. Sie werden in absolute Kontraindikationen, d.h. sie verbieten eine Implantation, und relative Kontraindikationen, d.h. sie erschweren die Implantation bzw. erhöhen das Risiko eines Misserfolges, eingeteilt.

Allgemeinmedizinisch bedingte Gegenanzeigen:

a) Absolute Kontraindikationen / Gegenanzeigen

Absolute Kontraindikationen sind sehr selten. Dazu zählen die Immunsuppression d.h. eine verminderte Immunabwehr, Drogenabhängigkeit und einige psychiatrische Erkrankungen. Auch die Einnahme von Medikamenten, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen, die sogenannten Bisphosphonate, gehören dazu.


b) Relative Kontraindikationen

Unter den relativen Kontraindikationen, wie z.B. der schlecht eingestellte Diabetes mellitus oder das Rauchen, sind Krankheiten aufgeführt, die die Implantation erschweren oder das Risiko eines Misserfolges erhöhen.
Jedoch sind alle diese Erkrankungen dank der modernen Medizin gut behandelbar.
Wenn die Grunderkrankung optimal behandelt ist, ist eine Implantation möglich. So ist z.B. die Misserfolgrate bei einem optimal eingestellten Diabetiker im Vergleich mit einem Gesunden nicht oder nur minimal erhöht.
Voraussetzung ist jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Facharzt und dem Implantologen.
Idealerweise sollte als Implantologe ein Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie gewählt werden, da dieser sowohl Arzt als auch Zahnarzt ist.


Folgende Liste zeigt eine Anzahl von relativen Kontraindikationen und ihre Behandlungsmöglichkeiten:


1) Nicht oder schlecht eingestellter Diabestes mellitus

Optimierung der Blutzuckereinstellung

2) Schwere Erkrankung des Herzens, Lunge, Leber, Niere, Blutes

Optimale Therapie der Grunderkrankung

3) Generalisierte Erkrankungen des Bindegewebes oder des Knochens(rheumatische Erkrankungen)

Optimale Therapie der Grunderkrankung

4) Erhöhte Blutungsneigung durch gerinnungshemmende Medikamente oder erblich bedingte Blutungsneigung:

Absetzen oder Umstellung der gerinnungsfördernden Medikamente oder Subsitution mit Gerinnungsfaktoren bei erblich bedingter Blutungsneigung

5) Nikotinabhängigkeit (Rauchen)

Reduktion oder Absetzen des Nikotins für die Zeit der Einheilung des Implantates

6) Mangelnde Knochen-Qualität/Quantität

Siehe "Knochenaufbau"

7) Erkrankungen des Kieferknochens, der Mundschleimhaut und des Zahnhalteapparates (Parodontium)

Therapie und Ausheilung der Grunderkrankung; wenn gesunde Verhältnisse gegeben sind, ist eine Implantation in der Regel uneingeschränkt möglich

8) Ungeklärte Schmerzzustände im Kieferbereich (CMD, atypischer Gesichtsschmerz)

Therapie und Ausheilung der Grunderkrankung; wenn gesunde Verhältnisse gegeben sind, ist eine Implantation in der Regel uneingeschränkt möglich

9) Ungünstige Bißverhältnisse

Therapie und Ausheilung der Grunderkrankung; wenn gesunde Verhältnisse gegeben sind, ist eine Implantation in der Regel uneingeschränkt möglich

10) Zähneknirschen / Bruxismus

Therapie und Ausheilung der Grunderkrankung; wenn gesunde Verhältnisse gegeben sind, ist eine Implantation in der Regel uneingeschränkt möglich