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Risiken / Nebenwirkungen

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Komplikationen während der Operation (intraoperative Komplikationen):

      -Verletzung wichtiger Strukturen:

            -Nerv (Unterkiefernerv/Zungennerv)

            -Nachbarzähne

            -Weichteile

            -Kieferhöhle

            -Blutungen (Gefäße)

Komplikationen nach der Operation (postoperative Komplikationen):

      -Frühkomplikationen:

            -Nachblutung/Bluterguß

            -Schwellung

            -Infektion

            -Wundheilungsstörungen

      -Spätkomplikationen:

            -Perimplantitis

            -Implantatverlust

Jeder der sich einem implantologischen Eingriff unterzieht, hat Befürchtungen, ob bei ihm alles gut geht und das Implantat auch einheilt. Diese Befürchtungen sind verständlich, jedoch stellt die Implantation in erfahrenen Händen, eine der sichersten und erfolgversprechenden Behandlungsmethoden in der Medizin dar.
Gemessen an der Zahl der Implantate, die im Jahr gesetzt werden, in Deutschland allein 800 000 - 1 Million, sind die Komplikationsraten sehr gering. Bei jungen, gesunden Erwachsen liegt die Erfolgsrate bei 95-98%. Über 90% der Implantate befinden sich noch nach 10 Jahren in Funktion im Mund.
Trotz dieser Tatsachen sollte eine Implantation gründlich geplant und von erfahrener Hand, am besten von einem Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgen oder eines chirurgisch ausgebildeten Zahnarztes durchgeführt werden.
Die Risiken/Nebenwirkungen/Komplikationen lassen sich in intraoperative und postoperative Risiken/Nebenwirkungen/Komplikationen einteilen. Zu den intraoperativen Komplikationen zählt man vor allem die Verletzung von wichtigen Strukturen wie dem Unterkiefernerv (Nervus alveolaris inferior) oder des Zungennerves (Nervus lingualis). Dies hätte ein Taubheitsgefühl in der Unterlippe oder in der Zunge zur Folge. Auch können Nachbarzähne oder Blutgefäße geschädigt werden. Eine Verletzung der Kieferhöhle hat in der Regel außer bei einer akuten eitrigen Entzündung, keine größeren negativen Folgen.
All diese Komplikationen sind jedoch durch gründliche Analyse der anatomischen Verhältnisse zu umgehen. Ein erfahrener Implantologe kennt und beherrscht Komplikationen. Durch eine dreidimensionale Volumentomographie DVT (siehe unter DVT digitale Volumentomographie) lassen sich alle wichtigen Strukturen wie Nerven, Blutgefäße etc. darstellen und damit schonen. Mit diesen Daten lässt sich die geplante Operation vorher am Computer planen und dann können die Implantate mittels computerunterstützter Navigation millimetergenau gesetzt werden.

Zu den postoperativen Nebenwirkungen/Komplikationen zählt man die üblichen allgemeinen Nebenwirkungen, die nach jeder Operation auftreten können. Diese sind im Einzelnen Schwellung, Schmerzen, Nachblutung/Bluterguss, Wundheilungsstörungen und eine Infektion der Wunde. All diesen Nebenwirkungen lassen sich durch ein durchdachtes postoperatives Management minimieren. Der geringe Wundschmerz lässt sich mit handelsüblichen Schmerzenmitteln wie Ibuprofen oder Diclophenac (Voltaren®) beherrschen. Durch gute Mundhygiene und Wundpflege lässt sich das Risiko einer Wundinfektion und Wundheilungsstörung stark vermindern. Die postoperative Schwellung und ein leichte Nachblutung lassen durch das Vermeiden von körperlicher Anstrengung (Sport, körperliche Arbeiten), Wärme (Sauna, Sonnenbäder etc.) und UV-Bestrahlung minimieren.

Die sogenannte Periimplantitis, eine chronische Entzündung des Implantates, ist der Hauptgrund für einen möglichen Implantatverlust. Dieses Risiko lässt sich einerseits durch optimale Hygienefähigkeit der Versorgung, d.h. eine richtige Gestaltung der Suprakonstruktion des Implantates (z.B. Kronen und Brücken) erreichen, andererseits durch optimale Mundhygiene (siehe Kapitel Implantatpflege) minimieren. Sollte ein Implantat dennoch verloren gehen, besteht die Möglichkeit, erneut ein Implantat zu setzten, nachdem der Defekt abgeheilt ist.